Marc-Alexandre Dumoulin
A Domestic Proposition
14th of April – 6th of May 2017

wellwellwell freut sich, die Eröffnung von „A Domestic Proposition“ zu verkünden, einer Einzelausstellung von Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen des kanadischen Künstlers Marc-Alexandre Dumoulin.
Die Ausstellung besteht aus einer Auswahl von unterschiedlichen Werken, die in den letzten drei Jahren geschaffen wurden und stellt als solches, einen Überblick über die künstlerische Praxis von Dumoulin dar mit seinem Hauptaugenmerk auf dem Format der Studie sowie auf der Vorstellung von ontologischem Zweifel.
Mit der Studie als kreativem Ausgangspunkt, arbeitet Dumoulin immer wieder mit einer präzisen Auswahl an Motiven und positioniert diese in verschiedenen Konfigurationen, Kontexten und Medien. Stilleben, barocke Himmel, architektonische Elemente und Rokoko Landschaften kollidieren und konvergieren in verschiedenen Konstellationen in einem Spiel, ähnlich dem der „cadavre exquis“.
Mit diesen Kombinationen zielt Dumoulin darauf ab, die Komplexität von jedem einzelnen Motiv zu enthüllen; wie sie sich ihre Bedeutungen vor unseren Augen verschieben, je nach dem Kontext, aus welchem sie empfangen werden. Das Format der Studie ermöglicht es ihm, ihre Komplexität zu erforschen, ihre facettenreiche Qualität anzusprechen und so letztlich ihre verformbare Natur.
Der Science-Fiction-Autor Phillip K. Dick hat einmal gesagt: „Die Wirklichkeit ist all jenes, das nicht verschwindet, selbst wenn du aufhörst, daran zu glauben.“
Für Dumoulin ist das Gefüge der Realität in der Tat wie ein wallender, flüchtiger Stoff, im Innersten voller Wellen und Falten, welche aus Umständen, Überzeugungen und individueller Subjektivität verwoben wurden, um unser Verständnis von dem, was real ist, zu verschleiern.
Es ist dieses voreingenommene Erfahren der Welt, welches seinen ontologischen Zweifel hervorbringt; fragend ob jenes, dessen Zeugen wir werden, wahrhaftig real ist, oder nur etwas, das aus Umständen, Standpunkten und Stimmungen modelliert wird, welche die Wahrnehmung verändern.
In Dumoulins künstlerischer Praxis, entledigt sich die Form der Studie ihrer klassische Konnotation und enthüllt sich als etwas neues, angetrieben von dem Bedürfnis die Lücke zwischen dem Gesehenen, dem Erlebten und dem Realen zu isolieren, zu hinterfragen und letztendlich zu verstehen.

Marc-Alexandre Dumoulin wurde 1984 in Pembroke Canada geboren. Er erhielt seinen BFA von der Concordia University in Montreal und seinen MA am Central Saint Martins College of Art & Design in London. Er lebt und arbeitet in Wien.

www.marcalexandredumoulin.com

wellwellwell is pleased to announce the opening of A Domestic Proposition a solo exhibition of paintings, drawings and sculptures by Canadian artist Marc-Alexandre Dumoulin. The exhibition consists of a selection of works which were produced within the last three years. As such, it represents an overview of Dumoulin's artistic practice and his primary concern with the format of the study as well as the notion of ontological doubt. Using the study as a creative starting point, Dumoulin repeatedly works with a precise selection of subjects, positioning them in different configurations, contexts and mediums. Still lifes, baroque skies, architectural elements and rococo landscapes collide and converge together in various constellations in a play similar to that of the cadavre exquis. Through these combinations, Dumoulin aims at unveiling the complexity of each of those subjects; how they shift in meaning before our eyes according to the context in which they are received. The format of the study enables him to explore their complexity, to address them in their multi-faceted quality and ultimately, in their malleable nature. The science fiction author Phillip K. Dick once said: Reality is that which when you stop believing it, doesn't go away. And for Dumoulin the fabric of reality is indeed fleeting and waving. It is full of folds and creases inside which circumstances, beliefs and individual subjectivity interweave to veil our understanding of what is real. It is from this biased experience of the world that emerges his ontological doubt; the questioning as to whether what is being witnessed really is what it is, or if it is modelled from circumstances, point of views and moods that alter one's perception. In Dumoulin’s artistic practice, the form of the study sheds its classical connotation and unveils itself as being driven by a desire to isolate and scrutinize and finally, to understand the gap between what is seen, what is experienced and what really is.

Marc-Alexandre Dumoulin was born in 1984 in Pembroke Canada. He received his BFA at Concordia University in Montreal and his MA at Central Saint Martins College of Art & Design in London. He lives and works in Vienna.