Diana Barbosa Gil- I go humble

Screening "A disturbance traveling through a medium"

Diana Barbosa Gil
I go humble
10-03-17 – 25-03-17

Opening: 10-03-17 18:00-21:00

TAURUS live in concert: 25-03-17

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Es ist wirklich schwer einen Text über diese Ausstellung zu schreiben.
Zumindest fällt es mir schwer. Vermutlich weil ich mich nicht traue zu viel schreiben, da ich immer alles korriegen lassen muss wegen meiner Rechtschreibung und wegen den ganzen Satzbau. Hier versuche ich es trotzdem. Mit Fehlern.
Es ist mir wichtig eine Position klar einzunehmen und das ist vielleicht immer persönlich.
Lukas Posch und das wellwellwell hat mich eingeladen diese Einzelausstellung zu machen und ich hab mir das eine ganze Weile selbst nicht zugetraut weil ich dachte ich sei noch nicht soweit.
Seit einigen Wochen arbeite hauptsächlich im wellwellwell und es sind Arbeiten dabei entstanden die auch dort wieder zerfallen werden.
Sie sind ganz anders als die Arbeiten wo ich eine Zeit lang den meisten Antrieb in Naturhistorischen Museen gesucht habe.
Die Nachahmung von Natur und wie prähistorischen Funden gebraucht werden um Wirklichkeit zu schaffen zieht mich sehr an.
Insbesondere wie sie präsentiert werden und wie man formal Wissen so einsetzen kann das man es möglicherweise für wahr hält.
Das ist so mit Wissenschaft das Wirklichkeiten schaffen und abschaffen kann.
Das sind aber dann oft so formale Dinge, die ebenfalls in einer bestimmten Ästhetik und Tradition sich äußern.
Trotzdem ist dieser Wahrheitsgehalt an einer utopischen Welt gebunden.
Obwohl sie einen möglichen Ursprung aufzeigen den wir alle miteinander teilen.
Als ich damals auf der Straße einen Affen (eigentlich ein Gorilla der Firma Schleich) gefunden habe hat sich eine Narration ergeben die ich heute besser behaupten kann. In der Ausstellung zeige ich sie als Modell oder Versuchsanordnung.
Sie haben sich nach einer Weile so sehr auf Ausstellungen mit den Eiern spezialisiert das kann man sich nicht mal mehr wirklich vorstellen.
So extrem war das. Man muss hier allerdings erwähnen, das die Welt in der sie sich befinden aus einen schwarzen Ei entstanden ist.
Also ihr Kosmos. Die anderen Arbeiten hängen bis zu einen gewissen Grad zusammen und können Vorstellungen und Nachahmungen von Kulturpraktiken bzw. Gegenstände sein. Ihre Notwendigkeit macht mich glücklich.
Das eine ist ursprünglich eine Grabbeigabe bzw. ein Schutzraum für eine Mitgift und das andere ist eine transportabler Gebetsort.
Ich werde nicht genau darauf eingehen was ich genau und aus welcher Zeit benutzt habe und welche Kultur.
Beim Versuch der Nachahmung hat es sich ergeben das sie zu etwas wurden was eine Möglichkeit aufmacht.
Eine dieser Arbeiten zeigt den Raum selbst und was er vorgibt. Ich habe mit Federico Protto diesen Raum gebaut.
Allerdings ist er bei der Eröffnung gedanklich zu.
Man kann ihn betretten und sich darin aufhalten solange man mag aber er ist dafür gemacht das er flexibel bleibt.
Auch dieser Ort ist eine Vorstellung von Heimat.
Das ist eine Auseinandersetzung die so sehr wichtig ist weil man diesen Ort auch anders denken kann.
Ich glaube das es ein innerer Ort ist den man in sich tragen kann und mit dem man weiterzieht.
In der Ausstellung könnt ihr auch Videoarbeiten von OLIVER sehen.
OLIVER ist das beste KünstlerInnen-Kollektiv das es gerade gibt bestehend aus Stefan Cantante, Franziska Schneeberger, Federico Protto Scutti, Anna-Sofie Lugmeier.
Seit 2016 arbeiten wir intensiv zusammen.
Am 25.03 beim Finale wird TAURUS live spielen.
TAURUS sind Leonard Prochazka, Paul Ebhart und ich.
Darüber kann ich nicht viel schreiben.
Das ist sehr groß was wir da ausprobieren. Ihr dürft gespannt sein.
Wir eignen uns den Raum wirklich komplett an.
Also kommt doch vorbei. Ich freue mich auf euch.

-Diana Barbosa Gil